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App entwickeln lassen: Was kostet eine App 2026?

Was kostet es, eine App entwickeln zu lassen? Größenordnungen für MVP, Server und zweite Plattform, dazu laufende Kosten, Rechner und Spar-Hebel.

App entwickeln lassen Kosten: Größenordnungen und Preisfaktoren für App-Projekte im Überblick
Inhaltsverzeichnis anzeigen
  1. App entwickeln lassen: Kosten realistisch einordnen
  2. Warum die Zahlen im Netz so weit auseinandergehen
  3. Die vier Entscheidungen, die den Preis bestimmen
  4. Drei Größenordnungen zur Einordnung
  5. Größenordnung für dein Vorhaben ermitteln
  6. Was nach dem Launch jedes Jahr weiterläuft
  7. Warum eine App nicht einfach stehen bleiben kann
  8. Brauchst du überhaupt eine App?
  9. Wo du sinnvoll sparst und wo es teuer wird
  10. Warum Projekte wirklich teuer werden
  11. So kommst du zu einer belastbaren Zahl
  12. FAQ zu den Kosten der App-Entwicklung
  13. Was kostet es, eine App entwickeln zu lassen?
  14. Warum unterscheiden sich Angebote für dieselbe App so stark?
  15. Ist eine App für iOS oder für Android günstiger?
  16. Was kostet eine App im laufenden Betrieb?
  17. Gibt es offizielle Zahlen zu App-Entwicklungskosten?
  18. Lohnt sich statt einer App auch eine mobile Website?
  19. Wie lange dauert die Entwicklung einer App?
  20. Weiterlesen

App entwickeln lassen: Kosten realistisch einordnen

Wer wissen will, was es kostet, eine App entwickeln zu lassen, findet im Netz Zahlen zwischen 3.000 und 300.000 Euro. Beide Enden stimmen sogar, sie beschreiben nur völlig verschiedene Dinge. Das Frustrierende daran: Aus dieser Spanne lässt sich für das eigene Vorhaben genau nichts ableiten.

Ich schreibe diesen Ratgeber deshalb anders herum. Statt eine weitere Spanne zu nennen, zeige ich dir, welche vier Entscheidungen den Preis bestimmen, in welchen Größenordnungen sich Projekte bewegen, sobald diese Entscheidungen gefallen sind, und was nach dem Launch jedes Jahr weiterläuft. Am Ende kannst du dein eigenes Vorhaben einordnen, bevor du das erste Angebot einholst.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein schlankes MVP für eine Plattform beginnt bei etwa 15.000 Euro netto, wenn die Daten auf dem Gerät bleiben und es keinen Server gibt
  • Eine App mit Server, Konten und Verwaltungsoberfläche liegt nach meiner Einschätzung zwischen 35.000 und 80.000 Euro netto
  • iOS und Android parallel kosten je nach Bauweise 50 bis 100 Prozent mehr als eine einzelne Plattform
  • Der größte Preistreiber ist nicht das Design, sondern die Frage, ob hinter der App ein zweites System entsteht
  • Laufende Kosten einplanen: Apple verlangt 99 US-Dollar pro Jahr, Google Play einmalig 25 US-Dollar, dazu kommen Wartung und Pflichtaktualisierungen
  • Zu Projektpreisen gibt es keine offizielle Erhebung. Alle kursierenden Zahlen sind Erfahrungswerte von Anbietern, auch die auf dieser Seite

Warum die Zahlen im Netz so weit auseinandergehen

Es lohnt sich, das einmal auszusprechen: Zu den Projektpreisen für App-Entwicklung existiert im deutschsprachigen Raum keine belastbare Erhebung. Weder ein Branchenverband noch ein Statistikportal erfasst, was Unternehmen tatsächlich für ihre Apps bezahlen. Was du in Vergleichslisten findest, sind durchweg Erfahrungswerte einzelner Anbieter auf deren eigenen Websites. Die Zahlen in diesem Artikel bilden da keine Ausnahme. Sie stammen aus meiner Erfahrung mit Softwareprojekten und aus dem Abgleich dessen, was verschiedene Anbieter im deutschsprachigen Raum öffentlich aufrufen. Das ist keine Marktforschung, und ich stelle es auch nicht als solche dar.

Dazu kommt ein zweiter Grund, der noch mehr Verwirrung stiftet: Das Wort „App" beschreibt keinen definierten Umfang. Ein digitaler Notizblock, der nichts weiter tut als Text zu speichern, ist eine App. Eine Melde-Plattform mit Rollenverwaltung, Offline-Betrieb, Synchronisierung zwischen hunderten Geräten und einer Auswertungsoberfläche ist ebenfalls eine App. Der Aufwand dazwischen unterscheidet sich um den Faktor zehn und mehr.

ℹ️ Woran du eine belastbare von einer geratenen Preisangabe unterscheidest

Wenn eine feste Zahl genannt wird, bevor klar ist, ob deine App einen Server braucht, wie viele Plattformen bedient werden sollen und welche vorhandenen Systeme angebunden werden, dann fehlt dieser Zahl die Grundlage. Belastbar wird eine Angabe erst, wenn die Bedingung dabeisteht und klar ist, ab wann verbindlich gerechnet wird.

Die vier Entscheidungen, die den Preis bestimmen

Bevor eine Zahl Sinn ergibt, müssen vier Fragen beantwortet sein. Sie wirken banal, aber sie erklären den größten Teil der Preisunterschiede zwischen zwei App-Angeboten.

1
Bleiben die Daten auf dem Gerät?

Eine App, die alles lokal speichert, ist ein einzelnes System. Sobald Benutzerkonten, Rollen, ein Abgleich zwischen mehreren Geräten oder eine Verwaltungsoberfläche dazukommen, entsteht hinter der App ein zweites System, das gebaut, abgesichert und betrieben werden will.

Preiswirkung: mit Abstand die größte

2
iOS, Android oder beides?

Jede zusätzliche Plattform bedeutet eigene Tests, eigene Freigabeprozesse und eigene Eigenheiten bei Bedienung und Berechtigungen. Ein gemeinsamer Programmkern fängt vieles auf, aber nicht alles.

Preiswirkung: 50 bis 100 Prozent Aufschlag

3
Was muss im ersten Release drin sein?

Der teuerste Satz in jedem App-Projekt lautet „das brauchen wir auch noch". Nicht jede Idee muss zum Start fertig sein. Was ohne Verlust später nachkommen kann, gehört nicht in die erste Version.

Preiswirkung: der Hebel, den du selbst in der Hand hast

4
Muss die App an vorhandene Systeme andocken?

Warenwirtschaft, Mitgliederverwaltung, Zeiterfassung oder Shop: Ob eine sauber dokumentierte Schnittstelle vorliegt oder erst gebaut werden muss, verschiebt den Aufwand deutlich.

Preiswirkung: von gering bis erheblich, je nach Vorarbeit

Auffällig ist, was in dieser Liste fehlt: das Design. Es ist nicht unwichtig, aber es ist selten der Posten, der ein Projekt vom mittleren in den hohen fünfstelligen Bereich schiebt. Das tut fast immer die Antwort auf Frage 1.

Größenordnungen für App-Entwicklung nach Plattformzahl und ServerbedarfVier-Felder-Übersicht: App-Entwicklung Kosten steigen von einem MVP auf einer Plattform ohne Server bis zur App mit Server und Konten auf zwei Plattformen.Wo dein Vorhaben landetZwei Entscheidungen erklären den größten Teil der PreisspanneDaten bleibenauf dem GerätServer, Kontenund VerwaltungEine Plattformab 15.000 €Gilt für begrenzten Umfang,kein Server, keine Konten.Nach oben offen.iOS und Androidab 22.500 €Gilt für begrenzten Umfangohne Server, plus 50 bis 100Prozent für Plattform zwei.Eine Plattform35.000 bis 80.000 €Gilt für Benutzerkonten, Rollen,Abgleich zwischen Gerätenund Verwaltungsoberfläche.iOS und Android52.500 bis 160.000 €Gilt für Konten, Rollen undVerwaltung auf beidenPlattformen.Alle Angaben netto zuzüglich Umsatzsteuer. Größenordnungen zur Einordnung, keine Festpreise.

Die vier Felder oben sind bewusst grob. Sie sollen dir nicht ausrechnen, was deine App kostet, sondern dir zeigen, in welcher Ecke du überhaupt suchst. Genau das fehlt in den meisten Preislisten.

Drei Größenordnungen zur Einordnung

Wenn die vier Entscheidungen gefallen sind, lassen sich Vorhaben in drei Stufen sortieren. Jede Stufe trägt ihre Bedingung mit, denn ohne die Bedingung ist die Zahl wertlos.

1
MVP, eine Plattform

ab 15.000 Euro netto

Bedingung: begrenzter Funktionsumfang, die Daten bleiben auf dem Gerät, kein Server und keine Benutzerkonten.

Wofür: der schnellste Weg zu einem echten Praxistest mit deinen Nutzern.

2
App mit Server und Konten

35.000 bis 80.000 Euro netto

Bedingung: Benutzerkonten, Rollen, Abgleich zwischen mehreren Geräten und eine Verwaltungsoberfläche.

Wofür: der Zuschnitt, den Organisationen und Betriebe in Anfragen am häufigsten beschreiben.

3
Zweite Plattform dazu

plus 50 bis 100 Prozent

Bedingung: gilt, wenn iOS und Android beide gebraucht werden.

Wofür: wo genau in der Spanne, hängt daran, ob getrennt nativ oder mit gemeinsamem Kern entwickelt wird.

⚠️ Wie diese Zahlen zu lesen sind

Alle Angaben verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer. Es sind Größenordnungen zur Einordnung und keine Festpreise. Sie sind Erfahrungswerte und nicht statistisch erhoben. Was dein Vorhaben tatsächlich kostet, ergibt sich erst, wenn der Umfang steht. Eine feste Summe lässt sich seriös erst nennen, wenn das Konzept steht. Wer sie vorher zusagt, rechnet mit Annahmen, die du nicht kennst.

Handskizze eines App-Ablaufs als Wireframe auf Papier neben Laptop und Notizbuch

Größenordnung für dein Vorhaben ermitteln

Drei Fragen, und du weißt, in welchem Bereich du suchst. Das Ergebnis ist eine Orientierungsspanne, kein Angebot.

Größenordnung ermitteln

1. Wo liegen die Daten deiner App?

2. Welche Plattformen brauchst du?

3. Muss die App an ein vorhandenes System andocken?

Orientierungsspanne

ab 15.000 Euro netto

Schlankes MVP für eine Plattform. Nach oben offen, je nachdem wie viel im ersten Release stecken soll.

Das ist kein Angebot. Größenordnungen zur Einordnung, netto zuzüglich Umsatzsteuer, keine Festpreise. Die Werte sind Erfahrungswerte, nicht statistisch erhoben.

Was nach dem Launch jedes Jahr weiterläuft

Die Entwicklungskosten sind der sichtbare Teil. Der Teil, der in Angeboten gern fehlt, sind die laufenden Kosten. Eine App ist kein Möbelstück, das man einmal kauft. Sie lebt in zwei Systemen, die sich jedes Jahr weiterbewegen, ob du willst oder nicht.

PostenWas dahinterstecktRhythmus
Apple Developer ProgramPflicht, um überhaupt im App Store zu veröffentlichen. 99 US-Dollar pro Jahr laut Apple, Stand August 2026. Apple weist die Gebühr regional in der jeweiligen Landeswährung aus.jährlich
Google Play ConsoleEinmalige Registrierungsgebühr von 25 US-Dollar laut Google, Stand August 2026, danach keine Jahresgebühr.einmalig
Betriebssystem-UpdatesiOS und Android bekommen jedes Jahr eine neue Hauptversion. Was gestern lief, braucht danach Anpassungen.jährlich
Server und DatenbankNur relevant, wenn die App einen Server hat. Dann aber dauerhaft, inklusive Sicherheitsaktualisierungen und Sicherungen.monatlich
Fehlerbehebung und SupportAnfragen aus dem Store, Abstürze auf Geräten, die im Test nicht dabei waren.laufend
WeiterentwicklungDas, was du im ersten Release bewusst weggelassen hast. Der beste Grund für laufende Kosten.nach Bedarf
← Tabelle seitlich scrollen →

Warum eine App nicht einfach stehen bleiben kann

Der Punkt, den ich in Gesprächen am häufigsten erkläre, ist der dritte in der Tabelle. Bei einer Website kannst du dich entscheiden, drei Jahre nichts zu tun. Bei einer App geht das nicht: Apple und Google verlangen regelmäßig aktualisierte Bauversionen, sonst wird die App irgendwann nicht mehr an neue Nutzer ausgeliefert oder ganz aus dem Store genommen. Wer eine App plant, plant deshalb immer auch ihre Pflege mit. Bei Websites gilt derselbe Gedanke in schwächerer Form, wie ich im Artikel zu den Kosten für Website-Pflege und Wartung beschrieben habe.

Brauchst du überhaupt eine App?

Das ist die unbequemste Frage in diesem Artikel und gleichzeitig die, die am meisten Geld sparen kann. Eine native App lohnt sich, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Die App muss ohne Netz funktionieren, zum Beispiel im Außendienst, in Hallen oder im Gelände
  • Sie braucht Gerätefunktionen wie Kamera, Standort im Hintergrund, Mitteilungen oder Sensoren
  • Die Nutzung ist wiederkehrend und täglich, das Symbol auf dem Startbildschirm hat einen Wert
  • Die Eingabe muss sehr schnell gehen, weil sie hundertfach am Tag passiert

Trifft nichts davon zu, ist eine gut gebaute Website für mobile Geräte oft der bessere Weg. Sie ist günstiger, sie braucht keine Freigabe durch Apple oder Google, und sie ist direkt über Google auffindbar, während eine App zuerst installiert werden muss. In dem Fall führt der Weg eher über eine professionelle Website als über den App Store. Das sage ich auch dann, wenn jemand mit einer fertigen App-Idee ins Erstgespräch kommt, weil eine App, die niemand öffnet, die teuerste Variante von allen ist.

✅ Aus der Praxis

Ich habe eine iOS-App von der Konzeption über die Entwicklung in Swift bis zur Freigabe im App Store begleitet. Genau deshalb kenne ich die Posten, die in Angeboten gern untergehen: die Store-Einreichung mit ihren Rückfragen, die Datenschutzangaben im Store-Eintrag, die Testgeräte und den Aufwand, den eine neue Betriebssystemversion jedes Jahr auslöst. Das sind keine großen Summen, aber sie tauchen zuverlässig auf.

Wo du sinnvoll sparst und wo es teuer wird

Sparen lässt sich in App-Projekten gut, aber nicht überall. Die Trennlinie verläuft zwischen Umfang und Substanz.

HebelEinschätzung
Erstes Release radikal kürzen Der wirksamste Hebel überhaupt. Was in Version 1.1 kommen kann, gehört nicht in Version 1.0.
Mit einer Plattform starten Wenn deine Zielgruppe erkennbar auf einer Plattform sitzt, spart das einen erheblichen Teil des Budgets.
Auf den Server verzichten, solange es geht Solange keine Daten zwischen Nutzern geteilt werden müssen, braucht es kein zweites System.
Am Konzept sparen Was im Konzept nicht geklärt wird, wird während der Entwicklung geklärt, und dort kostet dieselbe Entscheidung ein Vielfaches.
Am Test auf echten Geräten sparen Abstürze auf einem verbreiteten Gerätetyp erreichen dich sonst über Store-Bewertungen, und die bleiben stehen.
Datenschutz nachträglich einbauen Wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden, gehört das ins Datenmodell, nicht in eine spätere Ausbaustufe.
← Tabelle seitlich scrollen →

Warum Projekte wirklich teuer werden

Ein Muster, das ich aus über 20 Jahren Softwareentwicklung kenne und das bei Apps besonders deutlich auftritt: Projekte werden nicht teuer, weil einzelne Bausteine teuer sind, sondern weil während der Umsetzung Entscheidungen nachgeholt werden, die vorher niemand getroffen hat. Ein sauber durchdachtes Konzept ist deshalb kein Kostenpunkt, sondern eine Versicherung.

📄 Checkliste zum Mitnehmen

Die vier Preisentscheidungen, die drei Größenordnungen und die fünf Angaben, die in jede Anfrage gehören, auf einer Seite zum Ausdrucken. Ohne Formular, ohne E-Mail-Eintrag.

Anfrage-Checkliste herunterladen (PDF)

So kommst du zu einer belastbaren Zahl

  1. Schreib auf, wer die App benutzen soll und wofür. Zwei Sätze pro Nutzergruppe reichen. Ohne das ist jede Kalkulation geraten.
  2. Trenne Muss von Kann. Alles, was ohne Verlust später kommen kann, wandert auf eine zweite Liste. Diese Liste ist bares Geld.
  3. Beantworte die Serverfrage. Müssen mehrere Personen dieselben Daten sehen? Wenn nein, spart das die größte einzelne Position.
  4. Kläre die Plattformfrage mit Zahlen. Wenn du weißt, welche Geräte deine Zielgruppe nutzt, weißt du, ob du eine oder zwei Plattformen brauchst.
  5. Nenne vorhandene Systeme beim Namen. Welche Software läuft heute, und gibt es dafür eine dokumentierte Schnittstelle?
  6. Dann erst Angebote einholen. Mit diesen fünf Punkten bekommst du vergleichbare Angebote statt unvergleichbarer Hausnummern.

Du willst wissen, wo dein Vorhaben landet?

Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir deine Idee durch: Wer soll die App benutzen, was muss sie mindestens können, was kann später kommen. Danach hast du eine belastbare Einordnung statt einer Spanne aus dem Netz. Und wenn ein kleinerer Schritt reicht, sage ich dir das.

Mehr zur App-Entwicklung bei inventivo

FAQ zu den Kosten der App-Entwicklung

Was kostet es, eine App entwickeln zu lassen?

Das hängt zuerst daran, ob die Daten auf dem Gerät bleiben oder ob ein Server dahintersteht. Bleibt alles lokal und ist der Funktionsumfang begrenzt, beginnt ein MVP für eine Plattform bei etwa 15.000 Euro netto. Kommen Benutzerkonten, Rollen und eine Verwaltungsoberfläche dazu, bewegt sich das nach meiner Einschätzung zwischen 35.000 und 80.000 Euro netto. Für die zweite Plattform kommen je nach Bauweise 50 bis 100 Prozent hinzu. Das sind Größenordnungen zur Einordnung und keine Festpreise.

Warum unterscheiden sich Angebote für dieselbe App so stark?

Weil sie meist nicht dasselbe beschreiben. Ein Angebot rechnet mit einer Plattform und lokalen Daten, das andere mit zwei Plattformen und einem Server dahinter. Frag bei jedem Angebot nach, ob ein Server enthalten ist, wie viele Plattformen abgedeckt sind und was im ersten Release steckt. Danach sind die Zahlen vergleichbar.

Ist eine App für iOS oder für Android günstiger?

Der Unterschied zwischen den beiden einzeln ist gering. Teuer wird nicht die Wahl der Plattform, sondern die Entscheidung für beide. Für die zweite Plattform sind je nach Bauweise 50 bis 100 Prozent Aufschlag üblich, auch wenn ein gemeinsamer Programmkern einen Teil davon auffängt.

Was kostet eine App im laufenden Betrieb?

Feste Positionen sind das Apple Developer Program mit 99 US-Dollar pro Jahr und die einmalige Google-Play-Registrierung von 25 US-Dollar. Dazu kommen Serverbetrieb, sofern die App einen Server hat, die jährliche Anpassung an neue Betriebssystemversionen sowie Support und Fehlerbehebung. Der laufende Aufwand hängt stark daran, ob hinter der App ein zweites System steht.

Gibt es offizielle Zahlen zu App-Entwicklungskosten?

Nein. Zu Projektpreisen für App-Entwicklung existiert im deutschsprachigen Raum keine belastbare Erhebung durch einen Verband oder ein Statistikinstitut. Alle kursierenden Zahlen, auch die in diesem Artikel, sind Erfahrungswerte einzelner Anbieter. Wer eine Zahl als Studienergebnis darstellt, sollte die Quelle nennen können.

Lohnt sich statt einer App auch eine mobile Website?

Häufig ja. Wenn die App nicht ohne Netz laufen muss, keine Gerätefunktionen wie Kamera oder Mitteilungen braucht und nicht täglich benutzt wird, ist eine gut gebaute mobile Website meist der günstigere und schnellere Weg. Sie ist zudem über Suchmaschinen auffindbar, was eine App nicht ist.

Wie lange dauert die Entwicklung einer App?

Eine App mit klar umrissenem Funktionsumfang ist deutlich schneller fertig als eine Plattform mit Benutzerkonten und Anbindungen. Den größten Einfluss auf die Dauer hat erfahrungsgemäß nicht die Entwicklung selbst, sondern wie schnell auf deiner Seite Entscheidungen fallen und Inhalte vorliegen. Wer den Umfang des ersten Release klein hält, verkürzt beides zugleich, die Bauzeit und die Zahl der offenen Fragen. Dazu kommt am Ende die Prüfung durch Apple beziehungsweise Google vor der Freigabe.

Weiterlesen

Wenn du dich gerade grundsätzlich mit digitalen Vorhaben und deren Budgets beschäftigst, helfen dir diese Artikel weiter: die Kosten für eine professionelle Website als Vergleichsgröße, die laufenden Kosten für Pflege und Wartung und, falls dein Vorhaben eher im Handel liegt, der Weg zu einer eigenen Shopify-App.