Was macht einen guten Google-Ads-Freelancer aus?
Ein Google-Ads-Freelancer arbeitet selbstständig und in der Regel direkt mit dem Kunden, ohne Account-Layer und ohne Provisionsmodell auf das Werbebudget. Das spart Geld, schafft schnelle Antworten und macht Optimierungsempfehlungen unabhängig vom eigenen Honorar. Es funktioniert allerdings nur, wenn der Freelancer das Spielfeld kennt. Google Ads ist aus der Distanz simpel: Suchbegriff, Anzeige, Klick, Conversion. In der Tiefe ist es ein Mehr-Variablen-Problem aus Auktionsdynamik, Quality Score, Match-Type-Verteilung, Negative-Bibliothek, Smart-Bidding-Training, Asset-Vererbung, Channel-Verteilung in Performance Max und Consent-Mode-Konformität. Anfänger optimieren auf CTR und liefern Berichte, die ihren eigenen Werbespend als Erfolg darstellen. Worauf Sie achten sollten: Wie lange betreut die Person schon Konten? Wie sieht ihr Reporting aus, folgt es einem Standard-Template oder den tatsächlichen Auffälligkeiten Ihres Kontos? Hat sie Erfahrung mit Ihrer Branche oder zumindest mit ähnlichen Conversion-Mustern?
Warum ich keine Provision aufs Werbebudget nehme
Klassische Ads-Agenturen rechnen oft 10 bis 20 Prozent auf das monatliche Werbebudget ab. Auf den ersten Blick wirkt das fair, die Agentur „skaliert mit dem Erfolg". In der Praxis schafft es die falschen Anreize: Wenn ich Ihren CPC senke oder eine ineffiziente Kampagne pausiere, verringert sich mein Honorar. Wenn ich Sie davon überzeuge, das Monatsbudget zu verdoppeln, verdiene ich doppelt. Honest brokers können in diesem Modell trotzdem gut beraten, die Anreiz-Architektur arbeitet aber strukturell gegen sie. Mein Modell: Honorar nach Aufwand, klar abgegrenzte Festpreis-Pakete oder transparente Stundenkontingente. Was nicht passiert: Beteiligung am Spend.
Audit-Methodik bei bestehenden Konten
Sehr häufig übernehme ich Konten, die vorher andere Hände hatten: Inhouse-Marketing, Vorgänger-Agentur, ein bezahlter Coach. Bevor wir Optimierungen ansetzen, steht ein dokumentiertes Audit. Drei Punkte stehen erfahrungsgemäß immer im Mittelpunkt: die Kampagnen-Struktur (sauber thematisch getrennt oder mit ungewollten Überschneidungen?), die Negative-Bibliothek auf allen drei Ebenen (Self-Blocks durch Broad-Negatives auf Kern-Keywords sind ein typischer Befund) und die Validität des Conversion-Trackings inklusive GA4-Anbindung und Consent-Mode-v2-Konfiguration. Daneben Bidding-Strategien, Match-Type-Verteilung, Quality Scores und Enhanced Conversions. Daraus ergibt sich ein priorisierter Sanierungsplan und eine ehrliche Aussage, ob ein Refactoring des bestehenden Kontos der bessere Weg ist oder ein sauberer Neustart mit Datenmigration.
Smart Bidding setzt valides Tracking voraus
Smart Bidding (Target ROAS, Maximize Conversions, Maximize Conversion Value) funktioniert nur so gut wie das Conversion-Signal, das es bekommt. Wenn die Hälfte Ihrer Käufe nicht im Conversion-Tracking ankommt (typische Ursachen: Consent-Mode falsch verdrahtet, doppeltes Tagging, Server-Side-GTM-Lücken), trainiert das Modell auf einem verzerrten Datensatz. In bestehenden Konten ist mein erster Schritt häufig ein Tracking-Audit, nicht eine Bidding-Anpassung. Erst wenn die Datenbasis sauber ist, ziehen wir an den Gebotsstrategien, dann mit definierten ROAS- oder CPA-Zielen statt „auf Sicht".
Performance Max – nützlich, aber nicht magisch
Performance Max bündelt Search, Shopping, Display, YouTube und Discover in einer Kampagne und überlässt die Channel-Verteilung dem Google-Algorithmus. Für E-Commerce-Konten mit sauberem Merchant-Center-Feed und ausreichendem Conversion-Volumen ist PMax oft die effizienteste Variante, vorausgesetzt Asset Groups, Listing Group Filter und Asset-Sets sind sauber aufgebaut. Was ich bei der PMax-Optimierung anders mache: dokumentierte Asset-Auswahl statt Drag-and-Drop, regelmäßiger Asset-Performance-Check, kritische Bewertung der Channel-Verteilung (PMax kann unverhältnismäßig viel Budget in Display verlagern, wenn das Conversion-Signal dort günstiger aussieht), und Audience-Signale aus Bestandskunden statt generischer Demo-Vorlagen.
Google Shopping für Online-Shops
Wer einen Shop betreibt, kommt an Google Shopping kaum vorbei, sowohl als kostenpflichtige Sponsored-Auslieferung als auch über die organischen Surfaces. Voraussetzung ist ein sauberer Merchant-Center-Feed: korrekte Produkttitel, GTIN, Kategorisierung, Produktbilder, Versandeinstellungen, Steuern. Wenn diese Basis nicht stimmt, helfen keine Gebotsanpassungen, dann werden Produkte in der Auktion schlicht nicht ausgespielt. Bei Shopify- und Shopware-Shops kommt der Feed in der Regel aus dem Shop-System oder einem dedizierten Feed-Plugin. Hier zahlt sich aus, dass ich die Shop-Systeme selbst entwickle: Feed-Probleme lassen sich in der Storefront beheben, nicht erst im Merchant Center.
Reporting, das man in zehn Minuten lesen kann
Monatliches Reporting auf zwei bis drei Seiten: Welche Kampagnen liefen wie, welche Maßnahmen wurden umgesetzt, welche stehen im nächsten Monat an. Plus Hinweise auf Auffälligkeiten wie ein gestiegener CPC in einer bestimmten Ad Group, ein eingebrochener Conversion-Rate-Wert nach einer Landing-Page-Änderung, ein gewachsener Anteil an „nahe Übereinstimmungen" mit zweifelhafter Relevanz. Das ist kein Folienzauber, sondern eine ehrliche Bilanz. Wenn etwas nicht funktioniert, steht es drin. Wenn ein Zielwert gerissen wurde, sehen Sie das vorher per E-Mail und nicht erst, wenn der Monatsbericht im Postfach ankommt.
Wenn Ads mit anderen Disziplinen zusammenfällt
Viele Ads-Mandate beginnen mit einem Audit und enden im laufenden Stundenkontingent. Oft überschneiden sie sich mit anderen Themen. Ein Online-Shop, dessen Performance-Max-Kampagnen vom Feed her saniert werden müssen, findet die passende Sicht auf Shopware-Freelancer oder Shopify-Freelancer. SEO-organic und Paid Search sollen sich gegenseitig stützen? Dazu passt SEO-Freelancer. Eine WordPress-Landingpage, deren Conversion-Rate die Ads ausbremst, gehört eher in den Bereich WordPress-Freelancer. Wenn alles bei einer Person liegt, entstehen keine Schnittstellen-Verluste zwischen Entwicklung, SEO und Ads.
Münsterland-Sitz, DACH-Mandate, spanische Versicherungs-Konten
Sitz in Münster (NRW). Persönliche Termine im Münsterland und in der weiteren Region jederzeit möglich. Der überwiegende Teil meiner Ads-Mandate läuft remote für Kunden im gesamten DACH-Raum sowie für deutschsprachige Mandanten in Spanien. Typisch sind Versicherungs-Konten für Auswanderer-Communities auf der Iberischen Halbinsel, die eine andere Suchbegriff-Sprachlogik brauchen als ein klassisches DACH-Konto. Über Video-Calls, gemeinsame Dashboards und transparente Maßnahmen-Logs.